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Der Kuss Meiner -

Ich erinnere mich an die Nächte, in denen das Zimmer dunkel und die Schatten an den Wänden zu groß wurden. Dann kam sie herein, und die Dunkelheit verlor ihren Atem. Ihr Kuss auf die Stirn war kein Wort, aber er sagte mehr als jeder Satz. Er sagte: Du bist nicht allein. Die Welt ist noch da, und sie ist gut. Es war ein Kuss ohne Eile, ein Kuss, der die Zeit anhielt. Kein sinnlicher, kein leidenschaftlicher Kuss – es war ein Kuss der Vertreibung. Er vertrieb die Angst, die Zweifel, das Gefühl, klein und verloren zu sein.

Der Kuss meiner Mutter hat mich gelehrt, dass die größten Dinge im Leben leise sind. Sie brauchen keine lauten Worte, keine großen Gesten. Ein Kuss auf die Stirn reicht, um einen Menschen zu retten, zu heilen, nach Hause zu bringen. Er ist der unsichtbare Faden, der mich immer mit dem Ort verbindet, wo ich wirklich hingehöre. Und solange ich diesen Kuss in mir trage, bin ich nie wirklich verloren. der kuss meiner

Als Kind nahm ich diesen Kuss als selbstverständlich, wie die Luft. Ich wischte ihn manchmal fort, rannte hinaus zum Spielen, ohne mich umzudrehen. Erst viel später, als ich selbst die Welt der Erwachsenen betrat und merkte, wie kalt ein Tag ohne diese sanfte Berührung sein kann, begriff ich seinen Wert. Ein Kuss der Mutter ist das einzige Geschenk, das man nicht zurückgeben kann – und das einen nie loslässt. Ich erinnere mich an die Nächte, in denen

Heute lebe ich weit weg. Wenn wir uns sehen, sind ihre Haare grauer, ihre Schritte langsamer. Doch wenn sie mich in den Arm nimmt und ihren Kuss auf meine Stirn drückt – genau dieselbe Stelle wie damals –, dann bin ich wieder sechs Jahre alt. Die Schatten verschwinden. Die Welt ordnet sich. Ich schließe die Augen und atme den Duft ihrer Haut ein, den Duft von Zuhause. Er sagte: Du bist nicht allein